Abschied von Indien

Ausgeschlafen und nach einem kleinem Frühstück sage ich Tschüss zum Bamboo Retreat Hotel in Sikkim – aber ich komme wieder das steht fest. Es gibt noch so viel hier zu sehen und als Ruhe Oase ist dieser Ort einfach unvergleichbar! Weiter nach Darjeeling, den letzten Ort meiner Reise. 

Darjeeling weit mehr als Tee!

Indien

Ich bin sehr gespannt auf diesen Platz Erde. Auf dem Weg dort hin machen wir einen Stop bei Temi-Tee, wandern durch die Teeplantagen, spontan machen wir einen Besuch in der Fabrik und dürfen sogar an einer kleinen Teeverkostung teilnehmen. Insgesamt arbeiten über 1.000 Menschen in der Plantage, Temi-Tee gehört zu den größten Teeproduzenten in Sikkim. 

Geschichtlicher Hintergrund: 
Der Teeanbau in Darjeeling geht auf den Engländer Archibald Campbell (1805–1874) zurück. Er experimentierte als Erster mit verschiedenen Teesorten in seinem Privatgarten im Darjeeling-Gebiet. Im Jahr 1841 brachte Campbell von seinen Forschungsreisen als Botaniker Teesamen aus der Region Kumaun mit und begann Tee in der Nähe seiner Residenz Beechwood in Darjeeling auf experimenteller Basis anzubauen. Ende der 1840er Jahre wurden auf Anweisung der Regierung zahlreiche Teeexperten in die Region gesandt und konstatierten bereits die ersten Erfolge von Doktor Campbell. Da zu diesem Zeitpunkt das Gebiet um Darjeeling dünn besiedelt war, beschloss die englische Besatzungsmacht, Arbeitskräfte aus dem Grenzgebiet zu Nepal anzusiedeln, die sich um das Pflanzen, Pflegen, Ernten sowie Verarbeiten kümmern sollten.

Es entstanden 1866 die ersten rund 30 Teegärten, die danach weiter ausgebaut wurden. Der Erfolg führte bereits 1864 zur Gründung der Darjeeling Company, die 1896 in Darjeeling Consolidated Tea Company umbenannt wurde.

Die Darjeeling-Teeindustrie beschäftigt heute ungefähr 75.000 Arbeiter, von denen rund ein Viertel als Saisonarbeiter in der Erntezeit von März bis November auf den rund 18.000 Hektar großen Anbauflächen eingesetzt werden.

Perfekt organisierte Reise mit tollen Hotels!

Wir übernachten im schönstem Hotel in der ganzem Stadt, dem Windamere Hotel. Es befindet sich auf dem Observatory Hill, einem bekannten Wahrzeichen. Das Windamere Hotel bietet tatsächlich höchsten Luxus im Kolonialstil, die Zimmer sind allerdings doch mit TV und WLAN ausgestattet . Jedes Zimmer hat auch einen Sitzbereich mit Sofa und verfügt über ein eigenes Bad und Blick in den Garten. Ein eigener Kamin wird am Abend angezündet und sogar eine Wärmflasche gibt es kurz vor dem Schlafen gehen. 

Indien

Wir werden herzlich von der kanadischen Eigentümerin begrüsst und geniessen später gemeinsam ein exzellentes Abendessen mit Wein und Steak. 

Gleich nach der Ankunft und einer erfrischenden Dusche besuchen wir ein Tibetisch-Buddhistisches Kloster gleich neben dem Hotel. Am Eingang hängt eine große Glocke, diese wird von jedem Besucher geläutet. 

Indien

Am Marktplatz herrscht ziemlich Trubel, es wird an Ständen Essen zubereitet, Maiskolben gegrillt und die Kinder reiten auf Eseln. Wir wandern durch die Stadt, besuchen Teegeschäfte, Schmuckläden und genießen das Treiben der vielen farbenfroh gekleideten Menschen. In einem Buchladen kaufe ich mir ein indisches Kochbuch, und ein paar Ohrringe als Andenken.

Ein Erlebnis in Indien: Die Schmalspurbahn Toy Train

Der „Toy Train“ am Bahnhof und der Kangchendzönga in weiter Ferner sind das Highlight des Citywalks. Leider war die Zeit viel zu kurz, um die umliegenden Teeplantagen zu besuchen. Ich verspreche aber bei der Abreise am nächsten Tag, dass ich wieder kommen werde und mir dann mehr Zeit nehme. 

Indien

Ein wenig traurig trete ich am nächsten Tag den Weg zum Flughafen nach Bagdora an. Im Oktober geht es dann wieder nach Indien, gestartet wird wieder in Delhi, danach geht es aber nach Mumbai und weiter nach Goa. Auch die nächste Reise lasse ich sehr gerne von Helen Kämpf planen und mit wertvollen Tipps versehen. Herzlichen Dank an Terralaya Travels und das Bamboo Retreat Hotel Team für die gute Organisation meiner Reise.